Die Sonne scheint, aber es ziehen auch recht flott Wolken über den Himmel, denn es weht immer noch ein starker Wind. Draußen frühstücken ist trotz Sonne nicht möglich, denn alles wird vom Tisch geweht. Also bleiben wir im Bus sitzen und gucken zur offenen Schiebetür raus.

Unsere Route führt laut Karte über gepunktete und weiße Straßen, also Schotterstraßen und kilometerlange Waldwege. Bei (seltenem) Gegenverkehr weicht ein Fahrzeug zwischen die Bäume aus, dann geht es flott weiter. Manchmal tut sich eine Lichtung auf, wo dann zwei Wege kreuzen. Verkehrsschilder erinnern ab und zu daran, dass es sich tatsächlich um öffentliche Straßen handelt.

Für die Mittagspause finden wir auf der Karte eine gepunkteten Straße mit Zeltsymbolen am Ende. Das probieren wir aus und voila, ein nettes Eckchen mit Seeblick und Picknickgarnitur wartet am Ende des Waldweges auf uns. Diese Plätze sind für Wasserwanderer angelegt und in Litauen weit verbreitet. Zur Seeseite weist jeweils ein großes Schild auf den Zeltplatz hin, aber auf der Straßenseite fehlt jede Beschilderung. maps.me ist übrigens bei der Suche nach diesen Plätzen eine sehr hilfreiche App 🙂

Tanken

Zum Wochenende fallen in Litauen die Kraftstoffpreise, also steuern wir eine Tankstelle an. Beim Tanken wird mir allerdings an der Zapfsäule ein viel höherer Preis angezeigt. Kontrollblick zur Preistafel, – hmm, da steht der günstige Preis. Meine Zweifel verfliegen, als ich die Quittung in der Hand halte: Abgerechnet wird der hohe Preis, von dem jedoch ein Rabatt abgezogen wird. Unterm Strich also alles in Ordnung.

Zum größten See Lettlands

Es ist nicht mehr weit zur lettischen Grenze bei Subate. Dort konsultieren wir Karten und Prospekte. Wir beschließen weiter an den See Lubans in Richtung Nordosten zu fahren und unterwegs noch ein paar Störche zu fotografieren.

Störche sehen wir glücklicherweise mehrere und können diese auch im Bild festhalten. Ein paar Kraniche fliegen auch davon und nach etwas ermüdenden ‚gelben‘ und einer flotteren ‚roten‘ Straße, landen wir wieder auf einer ‚weiße‘ Straßen ohne Teer. Die sind staubig, löchrig, haben zahlreiche Pfützen und verpassen dem Bus die richtige Urlaubspatina!

Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir an besagten See, der in der Abendsonne wirklich hübsch anzuschauen ist. Wir finden aber nicht den passenden Übernachtungsplatz. Als Notlösung hat die Frau schon den nächstgelegenen C-Platz ausgemacht. Doch gleich neben der Seestraße gibt es am Ufer sandige Wegabschnitte, die sich eigentlich gut zum Übernachten eignen. Wir parken rückwärts in einer Nische ein, sitzen schön in der Sonne und hoffen, dass uns niemand vertreibt…

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