Die Stromverbraucher im California Beach sind während des Campingbetriebs überschaubar. Da wären die LED-Innenbeleuchtung, die Kraftstoff-Standheizung und eine Kompressorkühlbox. Gelegentlich werden auch 230V Wechselspannung über einen 500 Watt Sinus-Wechselrichter abgerufen. Damit diese elektrischen Verbraucher nicht die Starterbatterie belasten, ist im California Beach unter dem Fahrersitz eine zusätzliche Batterie installiert. Erfahrungsgemäß kommen wir bis zu vier Nächte ohne Nachladen der Batterien aus. Danach müssen wir entweder den Motor laufen lassen oder mit Landstrom und einem elektronischen 5 Ampere Ladegerät, die Batterien nachladen.

Auf Wohnmobilen sind fest installierte Photovoltaik-Elemente heutzutage weit verbreitet. Fernseher, Satellitenschüssel, Receiver und Kaffeeautomat wollen schließlich mit Strom versorgt werden. Inzwischen gibt es aber auch eine Anzahl an mobilen Lösungen, die als Solartaschen angeboten werden. Dazu gehören meistens ein faltbares Solarmodul, Solar-Laderegler und passende Kabel. Bis zu 450 Euro kosten diese mobilen Komplettlösungen.

Schon seit einiger Zeit habe ich das Thema interessiert verfolgt, jedoch waren mir die verlangten Preise zu hoch. Bis jetzt! Denn beim großen Versandhaus habe ich eine 100 Watt Solartasche inkl. Solarregler und Kabeln für 129,00 Euro gekauft. Die Lieferung kam, wie in letzter Zeit üblich, mehrere Tage zu spät.

Der erste Test verlief positiv. Die Anzeigen auf dem Solarregler stimmen mit meinen Messungen überein und alle Bauteile funktionieren. Zur Mittagszeit wurde bei senkrechter Anordnung des Moduls ein Ladestrom von 4 Ampere erreicht. Bei flacher Ausrichtung wird die Batterie mit 5,7 Ampere geladen. Auch in der Abendsonne bringt das Modul hinter der Frontscheibe fast 2 Ampere. Das schaut doch schon mal ganz gut aus. Verstaut wird das Modul im Heck zwischen Multiflexboard und Matratze.