Im Sommer 2018 waren wir mit unserem VW California auf Nordlandtour. Die Reise führte uns durch Dänemark, Schweden und Norwegen bis hoch nach Tromsö. Eine Besonderheit war in diesem Jahr das Wetter. Bei hohen Temperaturen und Sonnenschein ohne Ende waren wir besonders froh über die Klimaanlage in unserem Bus. Dies ist auch gleich die zweite Besonderheit für uns, denn erstmals ging es mit dem kleinen roten Bus in den Sommerurlaub. Dank der kompakten Abmessungen des Campers war es möglich, auch entlegene Ecken anzufahren.
Das in Norwegen und Schweden geltende Jedermannsrecht oder Allemansrätten, wurde jedenfalls mit dem Bus maximal ausgereizt 😉

Egal ob in historischen Altstädten, Freilichtmuseen, Flussbetten, am Gletscher oder sonst irgendwo in der freien Natur, es gab fast keine Einschränkungen und wir fanden immer einen guten Stellplatz.

Über staubige Straßen erreichten wir zu Beginn der Reise einen abgelegenen Schrottplatz im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet. Hier im Wald gab es für unseren VW Camper auch so eine Art „Back to the roots“, oder „Besuch bei den Vorfahren“.

Im schwedischen Fulufjället Nationalpark wurde ich zwar von Wanderern angesprochen, was ich hier mit dem Bus tue, aber nach einem kurzen erklärenden Gespräch habe ich mir sogar erlaubt den Camper im Schutzgebiet direkt an einem Wasserfall aufstellen.
Wer weiß, vielleicht war der abendliche Insektenansturm eine Rache der Natur.

Auf dem weiteren Weg nach Norwegen legten wir noch eine Übernachtung an der Flatruet, Schwedens höchster Passstraße, ein.

Dass die Schlackehalden in Röros auch zum Unesco Welterbe gehören, hätte ich mir ja denken können. Egal, denn es ist mir trotzdem gelungen, unsern roten Camper für ein weiteres Foto dort zu parken. Der anschließende Besuch bei der Polizei blieb aber ohne Folgen.

Es ist uns einmal sogar gelungen, den California auf Bahngleisen aufzustellen. Zugegeben, übernachtet haben wir wo anders, aber für ein Foto war es das Wert.
An einem der beiden Regentage besuchten wir in Mosjøen zwei Tankstellen, die unterschiedlich nicht sein könnten.

Eine größere Herausforderung für den Bus waren die Exkursionen unterhalb des Polarkreises. Stichwort Svartisen und Marmorschloss. Es musste mächtig improvisiert und gesucht werden, bis wir für den Bus passende Wege und Pfade gefunden hatten, aber die Fotos mit dem roten Bus und Gletscher im Hintergrund gefallen mir gut. Die obligatorischen Polarkreisfotos waren danach schnell gemacht.

Auf der Insel Senja haben wir nach einer Übernachtung in freier Natur festgestellt, dass ein Elch direkt am Bus gewesen sein muss. Die Spuren am nächsten Morgen waren jedenfalls eindeutig.

Nach einem Stopp an der Eismeer-Kathedrale, fanden wir im Hinterland von Tromsö sogar einen schönen Platz direkt auf einem großen Sandstrand. Leider haben uns hier die Gezeiten einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn als die Hinterräder bereits im Wasser versanken, mussten wir den Camper schnellstens vom Strand entfernen.
Auch beim Angeln im Fjord erlebten wir mit dem Bus beinahe ein Fiasko, welches letztendlich aber doch noch für ein Schmunzeln sorgte.

Auf der Rückreise haben wir die Küstenstraße 17 gewählt. Die Fähren waren manchmal sogar kostenlos, denn beim Beladen ist unser roter Camper nicht nur einmal vom Personal übersehen worden. 😀
Auf der weiteren Heimreise ging es dann zügig vorbei an Trondheim, auf einen Abstecher zur Museumsbahn in Orkanger. Von dort weiter an die schwedischen Seen.

Ein traumhafter Sonnenuntergang bei der letzten Übernachtung in Dänemark, sorgte schließlich für einen stimmungsvollen Urlaubsausklang.
Das hört sich jetzt vielleicht etwas Rücksichtslos und unverschämt an, aber schaut Euch erst einmal die Bilder an 😀