Iceland2016-1200 Als ich bei Vopnafjörður auf die Straße 917 fahre, hatte im Hinterkopf schon die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz begonnen. Laut Straßenkarte handelt es sich um eine befestigte Hauptstraße, die über einen Gebirgszug führt. Schnell war klar, dass es sich um einen rustikalen Straßenbelag handelt und die Karte mal wieder etwas anders sagt. Zum Glück war der Piste trocken, und der Hymer zog uns gemächlich den Berg hinauf. Zum Übernachten fahre ich gern auf Berge. Meistens ist es schön ruhig, man stört niemanden und mit etwas Glück gibt es eine tolle Aussicht. Unterwegs gab es zwar den ein oder anderen ebenen Platz, aber einmal war mir das Risiko des Steinschlags zu hoch und ein anderes mal der Untergrund nicht vertrautenerweckend. Als der Weg über eine teils abenteuerliche Piste wieder Talwärts führte, sah ich „meinen“ Platz. Nicht so groß wie ein Parkplatz, aber viel größer als die Buchten zum Ausweichen bei Gegenverkehr. Hier, auf diesem hässlichen Platz direkt an der Straße, hatte ich einen grandiosen Ausblick aufs Meer, den schwarzen Strand und das weitläufige Tal.

Es war gar nicht schlimm, denn schließlich war es schon spät und es kamen bis zum Morgen nur noch 2 – 3 Autos vorbei. Dafür konnte ich einem kleinen Naturschauspiel beiwohnen, dass man so auch nicht alle Tage sieht. Was es war erfahrt Ihr morgen.