Die Chance auf gute Fotos mit den Gämsen ist am größten, wenn der Höhenzug vor Sonnenaufgang erreicht wird. Also breche ich am nächsten Morgen um 6:30 Uhr auf und bin gespannt was mir vor die Linse kommt. Natürlich ist es nicht ganz einfach, bei Dunkelheit auf einen Berg zu laufen, den man gar nicht kennt. Deshalb „hänge“ ich mich an zwei Franzosen, die mich zunächst überholen und ganz zielstrebig verschiedene Punkte anlaufen und nach Gämsen Ausschau halten. Sie sind es auch, die mir die ersten Gämsen im Wald zeigen. Das hat mir auf jeden Fall einige Sucherei und Umwege an den vielen Weidezäunen erspart.
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Bevor ich mich den Gämsen widme, schaue ich mir den beeindruckenden Sonnenaufgang an. Im Rheintal hängt noch der Nebel und hinter dem Schwarzwald fängt der Himmel an zu glühen. Es ist genau so, wie ich es auf den vielen Bildern im Internet gesehen habe.
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Dann begebe ich mich auf die Suche nach den Gämsen. Das ist zunächst ein etwas planloses hin und her laufen. Aber es dauert nicht lange und die ersten Tiere geben sich zu erkennen. Die werden gleich, quasi als Beweis für die erfolgreiche Suche, von allen Seiten fotografisch festgehalten.
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Weil heute Sonntag ist, befinden sich mittlerweile mehr Wanderer und Freizeitsportler als Gämsen auf den Bergkämmen. Also schaue ich mich weiter nach geeigneten Fotopunkten für die nächsten Tage um. Angesichts der vielen Menschen ziehen sich die Tiere hinunter ins Tal und den Wald zurück.
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Über einen steilen Pfad steige ich ebenfalls hinunter in den Talkessel. An einer feuchten Stelle am Wegrand hüpfen sogar ein paar Frösche durchs Gras.
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