Weil es gestern mit dem Sonnenuntergang nicht geklappt hat, bleiben wir einen weiteren Tag im Naturschutzgebiet bei Eggum. Am Vormittag brechen wir zu einem kleinen Spaziergang an der Küste auf. 

Zunächst führt ein Schotterweg zur Skulptur. Da bin ich echt platt. Ein Ananas großer Kopf auf einer Säule, der so bearbeitet ist, das er bei 90° verdrehter Betrachtung auf dem Kopf steht. Das Ding bewerben die norwegischen Tourismusmanager weltweit. Immerhin bringen Sie so jeden Tag sehr viele Leute dazu die Hauptstraße zu verlassen, etliche Kilometer auf engen Straßen zurückzulegen, um nach 30 Minuten den gleichen Weg wieder zurück zu fahren. Ob der schweizer Künstler von Statoil gesponsert wurden? 🙂

Danach wird der Weg schmaler und unbefestigt. Der Untergrund wechselt zwischen Morast und großen Steinen. Ich bin erstaunt, wieviel Treibgut an der Küste angespült wird. Plastikbehälter in allen Farben und Formen, Seile, Netze und Unmengen von Holz. Zwischen dem ganzen Treibgut entdecken wir auch große Walknochen.

Weil der „Weg“ immer unwegsamer wird, bleibt Petra im Windschatten eines großen Felsbrockens zurück und ich stapfe alleine weiter. Irgendwann packe ich die Kamera in den Rucksack, weil ich mich mit beiden Händen am Fels festhalten muss. Mühsam klettere ich über eine Anhöhe noch der anderen. Nur noch diese eine, dann….. kommt die nächste. An einem Abschnitt, der ziemlich steil nach oben aber auch senkrecht nach unten geht, übernimmt meine Höhenangst die Entscheidung. Deshalb reicht es auf dem Foto auch nur für die Spitze des Leuchtturms 🙂

Der Rückmarsch ist beschwerlich, aber nach einer knappen Stunde bin ich wieder bei Petra. Sie hatte vorausschauend heißen Tee und etwas Obst in ihren Rucksack gepackt. Ich schleppe ja lieber Kameras und Objektive mit 😉
Den „Spaziergang“ beenden wir mit ein paar Blasen an den Füßen, aber schön war es trotzdem.