Nach meiner Bahnhofsexkursion gab es erst mal Kaffee und Kekse, – gut es war inzwischen schon nach 19 Uhr, aber unser Tagesrhythmus hat sich während dem Urlaub etwas verschoben. Ist ja auch kein Wunder, schließlich wird es erst um 23 Uhr dunkel.
Als nächstes wollen wir uns den Saltstraumen anschauen, einen mächtigen Gezeitenstrom mit starken Strudeln und schnelle Strömungen, bei dem die Fließrichtung alle sechs Stunden die Richtung ändert. Aber als wir über die große Brücke fahren, sind kaum Wasserbewegungen zu erkennen. Wahrscheinlich ist gerade der Scheitelpunkt zwischen Ebbe und Flut erreicht. Also fahren wir ohne Halt weiter in Richtung Europastraße 6.

Irgendwann haben wir einen Geländewagen mit Anhänger zum Tiertransport vor uns. Ich vermute, dass in diesem Anhänger der letzte norwegische Elch zurück nach Schweden gebracht wird. Denn die einzigen Elche die wir bislang gesehen haben, waren die von den Warnschildern.

Um viertel vor 10 erreichen wir das Saltfjell und Übernachten in der nähe des Polarkreises. Nach dem Abendbrot gehe ich noch mal raus an die Bahnstrecke um den Nachtzug aus Bodø zu fotografieren. Diesem Plan stellen sich zwei Schwierigkeiten entgegen. Zum einen verdunkeln die aufziehenden Wolken den Himmel und schaffen immer schlechtere Fotobedingungen, zum anderen haben hunderte, ach was, tausende Mücken beschlossen, mich zum Abendessen zu verspeisen. Nur mit der Kapuze bis zu den Augen und ständiges umherwandern kann ich den Attacken einigermaßen entgehen.
Das fotografische Ergebnis ist dementsprechend schlecht.