Heute wollen wir weiter die Lofoten erkunden. Allerdings fahren wir nicht lange. Vor Reine entsorgen wir Abwasser und füllen unser Frischwasser wieder auf. Bei diesem Stopp hole ich die Angeln raus um gemeinsam mit Eric die Blinker im Meer zu baden. Viel mehr war das in den letzten Jahren nicht, außer ein paar Algen und einem Seestern haben wir nichts aus dem Wasser geholt. Hier auf den Lofoten beißt gleich beim dritten Wurf ein Fisch an. Er hätte zwar gerade so in die Pfanne gepasst, wir haben ihn aber trotzdem wieder seinem Element übergeben. Das ganze ging so schnell, dass Petra noch nicht einmal ein Foto machen konnte.

Wir sind dann irgendwann weiter gefahren, haben aber zwischendurch ein paar Fotostopps gemacht. In Reine lagen drei Walfangschiffe, dir uns daran erinnerten, dass Norwegen bis heute kommerziellen Walfang betreibt. Bei einem weiteren Fotohalt sind wir dann einfach für den Rest des Tages stehen geblieben. Petra saß im Liegestuhl in der Sonne, Eric und ich sind die Felsen runter geklettert und haben geangelt. Wir konnten viele große Fischschwärme erkennen, die dicht unter der Wasseroberfläche schwammen. Ein französischer Angler kam auch mit seiner (viel längeren) Angel herunter, warf einige Mal den Köder aus und hatte ruckzuck zwei Makrelen raus gezogen, ausgenommen und war wieder verschwunden. So kann es auch gehen….

Mit dem Fotoapparat war ich etwas Erfolgreicher. Denn gerade als ein Seeadler vorbei kam und im großen Bogen den angrenzenden Fjord anflog, hatte ich das richtige Objektiv drauf. Kurz bevor die Schatten der umliegenden Berge unseren Platz erreichten, machten wir uns auf zur Stellplatzsuche für die Nacht. Von einem Rastplatz etwa 50 Meter über dem Meer konnten wir die ganze Nacht die Fischerboote auf dem Meer beobachten.