Für die Safari habe ich Eric mit der Canon 30D und dem 70-200mm Tele ausgestattet. Dann haben wir vielleicht die doppelte Bildausbeute und verschiedene Blickwinkel. Eric war ganz stolz und schlich sich aufs Vorschiff. Ich wollte vom Backborddeck mein Glück versuchen. Alle starrten wir gebannt aufs Meer hinaus. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich in ziemlich großer Entfernung den Blas, also die typische Fontäne die ein Pottwal beim ausatmen erzeugt, entdeckte. Ich habe Petra schnell gerufen, denn offenbar war ich der einzige an Bord, der den Wal entdeckt hat. Die Crew bekam das schließlich auch mit und fragte auf der Brücke nach. Daraufhin drehte das Schiff und fuhr mit voller Fahrt in Richtung Wal. Der war leider nur kurz zu sehen, denn beim eintreffen des Schiffes ließ er sich absinken, ohne die markante Rückenflosse zu zeigen.
Die Suche ging weiter und als wir nach 20 Minuten immer noch nichts gefunden hatten, steuerte der Kapitän das Schiff noch weiter hinaus aufs Meer. Wir waren jetzt 32 Kilometer vor der Küste. Nach weiteren 20 Minuten wurde der nächste Wal entdeckt. Rasch steuerte das Schiff drauf zu, nahm aber die letzten Meter die Fahrt zurück und lies sich ganz langsam in Richtung Wal treiben. Während Eric vom Bug aus fotografierte, versuchte ich mein Glück vom Heck. Irgendwann drehte das Boot in Richtung Sonne. Jetzt konnte ich vom Heck überhaupt nichts mehr sehen. Schnell wechselte ich die Seiten, aber hier war nichts zu machen. Also schnell nach vorn, Treppe runter, durchs Schiff nach vorn und wieder Treppe rauf. Als ich vorn ankam hörte ich schon den Ausruf der Leute. Ich sah gerade noch wie die Walflucke verschwand. Ich war ziemlich sauer, aber vorn am Bug stand ein breit grinsender Eric, denn er hat den Wal fotografiert.